Risthaus (Hrsg.), Par Coeur

Par Coeur

Einige Lehren Samuel Becketts

Herausgegeben von Peter Risthaus (Hrsg.)

Gerlever Beiträge, Bd. 1

Bochum 2006

Kartoniert, 122 Seiten

EUR 29,99

ISBN-13 978-3-9810814-2-8

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Samuel Beckett macht vergessen: „Soviel Bogensehnen und nie ein Pfeil. Man braucht kein Gedächtnis.“ Die meisten seiner Texte scheinen unmemorierbar zu sein. So fällt es zumindest dem Leser auf, der sie mehrfach in seinem Leben vornimmt, um festzustellen, wie wenig er von den labyrinthischen Wegen und Details, von den überraschenden Einfällen und Geschichten behalten hat. Becketts Texte erzählen deshalb nicht bloß vom Vergessen, sondern fordern, ja be- und erzeugen es. Die Worte werden nicht mehr par cœur aufgehoben, sondern verkehren sich ins anonym Auswendige – ohne Leben und Begeisterung.


Inhalt

Kentaro Kawashima: Versuch zur Ästhetik des liegenden Erzählens. Über Texte um Nichts von Samuel Beckett (9-18)

Pierre Mattern: Die Stimme und das Spiel Turgenjews Pervaja Lubov’ und Becketts Premier amour (19-34)

Michael Niehaus: Titel: Film. Eine Versenkung (35-58)

Jan-Henrik Witthaus: Szenarien des Erwachens. Anmerkungen zu Molloys Astronomie (59-68)

Peter Risthaus: Ohne Gedächtnis. Zerstreuung von Fall zu Fall (69-84)

Wolfgang Fietkau: Politik statt Beruf? Skizzen zum Dreyfus-Syndrom der französischen Intellektuellen. (85-120)

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